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Hann. Münden

Zur Stadt

Hann. Münden ist eine wirklich idyllisch gelegene kleine Stadt am südöstlichen Ende des Reinhardswaldes. Hier vereinigen sich die beiden Flüsse Werra und Fulda zur Weser, was der Stadt den Beinamen Drei-Flüsse-Stadt gegeben hat. Früher hieß die Stadt nur Münden, was jedoch zu Verwechslungen mit dem westfälischen Minden führte. Deswegen wurde der Namensbestandteil ‘Hannoversch’ vom Kurfürstentum Hannover dem Namen Münden beigefügt, um sich eindeutig von anderen ähnlich lautenden Städtenamen abzuheben. Durch die Abkürzung des Anhängsels zu Hann. entstand dann letztlich der bis heute gültige Stadtname. Die erste urkundliche Erwähnung einer Stadt findet sich 1183. Es ist davon auszugehen dass bereits ab etwa 800 die ersten Siedlungen im Gebiet von Altmünden zu finden waren.

Reinhardswald -  Hann.Münden
Reinhardswald -  Hann.Münden
Reinhardswald -  Hann.Münden
Reinhardswald -  Hann.Münden

Der große Aufschwung kam Mitte des 13. Jahrhunderts durch den Erhalt des Privilegs des Stapelrechts. Das heißt dass vorbeifahrende Handelsschiffe ihre Waren in der Stadt für eine gewisse Zeit anbieten mussten. Im 16. Jahrhundert war Hann. Münden eine extrem wichtige Handelsstadt für den Warenverkehr zwischen Nordsee und Thüringen. Es wurden vor allem Glas, Holz, Textilien, Getreide und Fisch gehandelt.

Im 30jährigen Krieg wurde die Stadt von Tillys Soldaten 1626 mordend und plündernd eingenommen. Tilly war zu Beginn dieses Krieges zum Feldmarschall der Truppen der Katholischen Liga ernannt worden und nicht zuletzt einer der bedeutendsten Feldherren des gesamten Krieges.

Von 1885–1972 war die Stadt Münden Münden Kreisstadt des Landkreises Münden, der jedoch am 1. Januar 1973 dem Landkreis Göttingen einverleibt wurde.

Es gibt noch einige weitere interessante Episoden in der Geschichte von Hann. Münden, die dem geschichtsinteressierten Besucher in diverser Literatur zugänglich gemacht wird.

Sehenswürdigkeiten

Zuerst sei an dieser Stelle die historische Altstadt genannt. Weit über 600 restaurierte Fachwerkhäuser und Häuschen aus sechs Jahrhunderten zieren die teils engen Gassen dieser Stadt. Seit den 60er Jahren wird die Denkmalpflege groß geschrieben. Selbst im Europäischen Vergleich braucht sich Hann.Münden nicht zu verstecken und hat einen renomierten internationalen Ruf erlangt. Im Zentrum finden sich viele Geschäfte und Restaurationsbetriebe in den alten Balkengebäuden, die dadurch ihr ganz eigenes Flair erhalten.

Am Markt steht das Weserrenaissance-Rathaus, welches mit seiner reichen Verzierung jedem Besucher gleich auffallen sollte. Innen im großen Ratssaal finden sich des öfteren Ausstellung zu verschiedensten Themenbereichen, die meistens eng mit der Historie der Stadt verknüpft sind. Auch die Wandverzierungen erzählen ein klein wenig über die Geschichte der Stadt. Nicht zuletzt befindet sich die Touristeninformation in diesem Gebäude.

Quasi direkt hinter dem Rathaus steht die evangelisch geweihte St. Blasius Kirche, eine dreischiffige gotische Kirche, mit deren Bau Ende des 13. Jahrhunderts begonnen wurde. Die Vollendung der Kirche zog sich bis zum Ende des 16. Jahrhunderts hin. Im Winter ist die Kirche geschlossen, für eine Besichtigung muss man sich anmelden.

Vom Markt ist es auch nur ein guter Steinwurf zum Welfenschloss, welches 1501 durch Herzog Erich I von Lüneburg-Braunschweig als gotischer Bau vollendet wurde. Nach der fast vollständigen Zerstörung durch den Brand von 1560 wurde es von Herzog Erich II im Weserrenaissance-Stil wieder aufgebaut. Ein weiteres Feuer 1849 zerstörte den Südflügel, welcher nicht wieder aufgebaut wurde. Bis heute sind zwei Gemächer mit großflächigen Wandmalereien erhalten geblieben, die sich der interessierte Besucher bei einer Führung zeigen lassen kann. Auch befindet sich hier das Städtische Museum welches mit Ausstellungen zur Stadtgeschichte, Skulpturen von Gustav Eberlein (1847-1926) und wechselnden weiteren Sonderausstellungen aufwarten kann. Auch das Stadtarchiv ist hier untergebracht, welches für Geschichtsfans einiges an Dokumenten bereit hält.

Ein Besuch des Wesersteins gehört mit zum Besuch der Stadt. Dort haben wir einen tollen Blick auf die Weser, das umgebende Hangland und können unter dem großen, schattenspendenden Baum auf der Bank verweilen

Reinhardswald -  Hann.Münden
Reinhardswald -  Hann.Münden
Reinhardswald -  Hann.Münden

Ein Besuch der Alten Werrabrücke ist ebenfalls durchaus lohnend, da es sich um eine der ältesten Steinbrücken ganz Norddeutschlands handelt. Etwa 1250 erbaut musste sich die Brücke immer wieder baulichen Veränderungen und Restaurationen unterziehen um bis heute den Verkehr sicher über den Fluss zu tagen. Bei einem erweiterten Rundgang durch die Stadt kommt man zwangsläufig auch an den Resten der Stadtbefestigung vorbei, zum Beispiel an der südlich gelegenen Rotunde, einem Teil des Stadttores.

Seit 1885 erhebt sich oberhalb der Stadt der Aussichtsturm Tillyschanze, im gedenken an die Belagerung der Stadt. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und die umgebende Landschaft. Das gleichnamige Gasthaus lädt zum Verschnaufen ein, sei es von den 20 Minuten Aufstieg zu Fuß oder der Turmbesteigung. Im Turm wird gelegentlich Theater gespielt und in den Sommermonaten findet sich hier ein Außenposten des städtischen Standesamtes. Wer mag kann von hier aus durch den Reinhardswald wandern, entweder auf mehr oder weniger langen Rundwegen oder aber auch auf Streckenwanderwegen bis hoch nach Bad Karlshafen. Aktuelle Veranstaltungen und andere Informationen über die Tillyschanze findet sich auf der gleichnamigen Website
 www.tillyschanze.de

Reinhardswald -  Tillyschanze
Reinhardswald -  Tillyschanze Reinhardswald -  Tillyschanze

Unternehmungsmöglichkeiten:

Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt und das Umland einiges an Attraktionen und Freizeitangeboten.

    Im Sommer werden Schiffsrundfahrten um Hann. Münden angeboten auf der Fulda und Weser angeboten. Die Ziele sind verschieden und vor Ort zu erfragen.

    Im Reinhards- Bram- und Kaufunger Wald lässt es sich ganz hervorragend wandern und spazieren. Auf gut markierten Wegen findet sowohl der gemütliche wie auch der ambitioniertere Wanderer ausreichende Tourenmöglichkeiten.

    Hann Münden ist ein Paradies für Radfahrer. Der Weserradweg beginnt hier und führt über etwa 500 Kilometer bis Bremerhaven. Der Weser-Harz-Heide-Radfernweg beginnt ebenfalls hier und führt über Göttingen, Duderstadt, Osterode am Harz, Braunschweig und Lüneburg. Der Werratal-Radweg letztlich führt entlang der Werra und verbindet auf einer Länge von 290 km Thüringen, Hessen und Niedersachsen.

    Golf, Klettern, Walking etc runden das Aktivprogramm ab.

    Doktor-Eisenbart-Spiele (in den Sommermonaten auf einer Freilichtbühne vor dem Rathaus, Dr. Eisenbart war ein reisender Medicus gewesen und ist Teil der Geschichte Hann. Mündens)

    Rosenfest (Mitte Juni, mit Wahl der Rosenfee)

    Herbst-/ Bauernmarkt (letzter September-Sonntag)

    Märchenhafte Weihnachtsreise mit rund 100 Veranstaltungen in Hann. Münden, Staufenberg, Dransfeld und Reinhardshagen (gesamter Dezember)

Weitere Infos:

Überall in der Stadt sind gut lesbare Wegweiser aufgestellt, die dem Touristen die Richtung zu den Sehenswürdigkeiten zeigt. Es gibt organisierte Führungen und Erlebnisführungen.

Reinhardswald -  Hann.Münden

Hann. Münden Literaturempfehlungen

Hann. Münden ( Hannoversch Münden). Fachwerkjuwel im Weserbergland (Gebundene Ausgabe - 1998)

Hann. Münden 1 : 25 000. (TK 4523/N) (Landkarte - Oktober 2006)

Informationen über 50 interessante Örtlichkeiten für Ausflüge im Umkreis von Hann. Münden von Helmut Saehrendt (Broschiert - November 2006)

Andrea Bulla: Am Anfang war die Stadt. Archäologische Spurensuche im mittelalterlichen Hannoversch Münden, Rahden/Westf. 2004. ISBN 3-89646-927-4

Helmut Saehrendt: Hannoversch Münden. Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt, Sehenswertes in der Stadt, Hannoversch Münden 2002 ISBN 3-936705-09-7

Information

In Hann. Münden gibt es für jeden Gaumen und jeden Geldbeutel das passende Restaurant. Von der einfachen Pommesbude bis zum gehobenen Restaurant findet sich eine enorme Vielfalt an Auswahl von Speisegaststätten verschiedenster Richtung und Nationalität. Ebenso gibt es nette Cafes, Bistros und Eisdielen, die nicht nur im Sommer zum Verweilen einladen.

parkplatz

Parkmöglichkeiten für Tagesgäste sind in unmittelbarer Nähe der Altstadt vorhanden. Zu empfehlen ist der große gebührenfreie Parkplatz Weserstein.

www.mein-reinhardswald.de  -  www.reinhardswaldwandern.de  -  www.reinhardswald.com 

 

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