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Reinhardswald - Bad Karlshafen

Geschichte

Bad Karlshafen wurde 1699 von Landgraf Karl zur Ansiedlung von Hugenotten unter dem Namen Sieburg gegründet. Der damalige Name kam wahrscheinlich wegen des gut 270 Meter hohen ‘Berges’ Sieburg, im angrenzenden Reinhardswald. Hier sollte nach dem Willen des Landgrafen  eine neue Fabrik- und Handelsstadt entstehen und so beauftraget er seinen Hausingenieur Friedrich Conradi mit der Planung. Nicht zuletzt wollte er mit dieser neuen Stadt auch die Zölle, die in Hann.Münden wegen des dortiges Stapelrechts anfielen, umgehen, und einen eigenen Kanal bauen lassen welcher die neue Stadt mit der Residenzstadt Kassel verbinden sollte. Allerdings kamen diese Pläne nie zur Vollendung. 1710 erhielt Sieburg das Stadtrecht und 1717 wurde der Name wohl zu Ehren Karls in Carlshaven geändert. Die ersten Einwohner der neuen barocken Stadt waren Hugenotten welche mit der "Freiheits Concession und Begnadigung" als protestantische Flüchtlinge aus Frankreich eine sichere Zuflucht hatten. Die meisten lebten vorher in Kassel und wurden zur Stadtgründung hier angesiedelt.

Reinhardswald - Bad Karlshafen

1715 wurde im Zuge der begonnenen Kanalarbeiten auch das Packhaus gebaut welches heute das Rathaus beherbergt. Die Schifffahrt wurde im November 1717 eröffnet und bis heute fahren Dampfschiffe, vornehmlich mit Touristen, Karlshafen an.

Als Landgraf Karls 1730 stirbt werden die Bauarbeiten am ehrgeizigen Kanalprojekt eingestellt. Etwa 20 Jahre später werden die bereits fertigen Kanalabschnitte mit Dämmen versehen und zu Fischteichen umgebaut.

Etwa um die selbe Zeit entdeckt der Apotheker Jaques Galland Solequellen und bereits im Jahr 1763 wurde die erste Saline eröffnet. Daraus ergaben sich Handelsmöglichkeiten mit Salz, aber auch die später folgende Eröffnung eines Solebades im Jahr 1838. 1935 wurde die Stadt von Carlshaven in Karlshafen umbenannt. 1955 erfolgte aufgrund dessen auch die Verleihung der offiziellen ‘Bad’ Bezeichnung welche seit 1977 offiziell im Städtenamen verankert ist.

Im Jahr 1972 erfolgte der Zusammenschluss von Karlshafen mit dem nahen Klosterstädtchen Helmarshausen zur Großgemeinde Karlshafen. Helmarshausen wurde um 944 bereits das erste Mal urkundlich erwähnt und beherbergte ab Ende des 10. Jahrhunderts eine nicht unbedeutende Reichsabtei, die sogar eigenes Münzrecht innehatte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde um das Kloster die kleine Stadt aufgebaut und der Erzbischof von Köln lies zum Schutz der Stadt 1215 bis 1220 die Krukenburg errichten die bis heute Helmarshausen überregional bekannt macht.

Sehenswürdigkeiten - Bad Karlshafen:

- Zuerst einmal ist natürlich das ganze barocke Stadtbild allein schon sehenswert.

- Rathaus: Ursprünglich erbaut als Pack- und Lagerhaus. Im Obergeschoss kann der barocke Landgrafensaal besichtigt werden, in dem die Landgrafen früher ihre Besucher empfingen und wo auch Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Heute finden hier gelegentlich Vorträge, Konzerte und Trauungen statt. Im kleinen Türmchen wurde ein Glockenspiel installiert, welches viermal täglich verschiedene Melodien läutet.

- Invalidenhaus: Das Invalidenhaus (erbaut ab 1704) war das erste öffentliche Gebäude der damaligen Siedlung und diente vorrangig als Ruhesitz für ehemalige Offiziere der hess. Armee. Heute dient das Invalidenhaus als Gottesstätte der Neuapostolischen Gemeinde.

- Hugenottenturm: Dieser Turm ist beliebtes Ziel oberhalb von Bad Karlshafen, bietet er doch die Möglichkeit wundervoller Aussicht über die Stadt, die Weser und die Berghänge. Im Jahr 1913 wurde der Turm vom Kaufmann Johann Joseph Davon erbaut, dessen Vorfahren seinerzeit in der Stadt Zuflucht und Aufnahme fanden.

- Weser-Skywalk:Quasi die moderne Variante der Aussichtsplattform. Nicht direkt in Karlshafen sondern nahe Würgassen kann man hier die Blicke schweifen lassen und geologische Besonderheiten aus der Nähe betrachten. 

- Sole- und Gradierwerk: Solequellen im Allgemeinen sind wirksame Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie Asthma und Bronchitis. Die Sole Bad Karlshafen wird seit 2005 aus über 1100 Metern Tiefe gefördert, hat dabei eine Temperatur von 46°C und einen Salzgehalt von 23%. Die Sole wird am Gradierwerk über ein Schwarzdorngeflecht verrieselt, was die umliegende Luft mit Salz anreichert. Durch das Einatmen dieser Aerosole werden die beschriebenen gesundheitsfördernden Effekte ausgelöst.

- Deutsches Hugenottenmuseum: Das Museum ist in der ehemaligen Zigarrenfabrik untergebracht und ist Museum, Bücherei und Forschungsstelle des Deutschen Hugenottenvereins in einem. Vor allem wird natürlich die Geschichte der Verfolgung und Vertreibung aus Frankreich behandelt und nicht zuletzt die Aufnahme der Flüchtigen in Hessen und Bad Karlshafen. Nebenbei erhält der Besucher einen guten Einblick in die Geschichte der Stadt. Es gibt Sonderausstellungen und Lesungen.

Reinhardswald - Bad Karlshafen

Wandern und Radfahren:

Radfahrer können an der Weser, wenn sie wollen, bis nach Bremerhafen fahren. Für kleiner Touren bietet sich ein Ausflug zur Diemelstadt nach Warburg, oder Trendelburg an. Für Wanderer ist natürlich der angrenzende Reinhardswald das Eldorado schlechthin. Von Karlshafen kann man aber auch zum Beispiel zur ehem. Benediktiner Abtei oder der Krukenburg in Helmarshausen wandern. Wer es etwas länger mag kann von hier den 70km langen Fulda-Diemel-Weg bis nach Kassel laufen.

Mehr Informationen zum Wandern gibt es unter Wanderwege.

Tipp:

Ein Besuch der Weser-Bergland Therme in Bad Karlshafen mit bis zu 12% Solebecken und einer richtig schönen Saunalandschaft..

Links zu Bad Karlshafen

Hugenottenmuseum

Seite der Stadt

www.mein-reinhardswald.de  -  www.reinhardswaldwandern.de  -  www.reinhardswald.com 

 

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